Das Labyrinth des Fauns

Fantasy Apr. 24, 2020 Autor: Karl

Um was geht es?

„So vieles ist verloren“, murmelten die Blätter. „Alles Verlorene kann wiedergefunden werden“, wisperten die Bäume.

Drei Aufgaben muss Ophelia erfüllen. Drei Aufgaben und sie kann der erdrückenden Herrschaft ihres Stiefvaters entfliehen. Gefangen zwischen der Welt, die sie sieht, und jener, die die Erwachsenen sehen, beginnt für das junge Mädchen ein Wettkampf um die Zeit.

Cornelia Funke basierte ihren Roman auf der Idee des Films „Pans Labyrinth“ von Guillermo del Toros. Du fragst dich sicher (genauso wi ich): Warum macht sie das? Warum klaut sie die Idee eines Films? Tatsächlich wurde die Autorin von den Filmemachern dazu beauftragt. Sie hat aber nicht einfach das Drehbuch abgeschrieben, sondern neue Teile, sog. Interludien, hinzugefügt, um die Szenen des Films miteinander zu verbinden.

Könnte das was für dich sein?

Zunächst eine kleine Warnung: Dieses Hörbuch ist meiner Meinung kein richtiges Kinderbuch. Ich würde es dem Genre "Dark Fantasy" zuordnen und es behandelt sehr düstere, die für manche Altersgruppen ungeeignet sind. Dazu gehören Folter und häusliche Gewalt.

Davon abgesehen, ist dieses Buch der beste deutsche Fantasy-Roman, den ich bisher lesen bzw. hören durfte. Er steckt voller Tiefe und Feinheit. Jede Zeile spricht die Sinne an und du wirst den Wald und die Erde beinahe riechen können. Mach nur nicht den Fehler wie ich und höre es im Zug oder der Öffentlichkeit: Mir sind die Tränen in Strömen geflossen.

Wie ist das Buch geschrieben?

Das Labyrinth des Fauns ist ein Buch voller Geräusche, Gerüche und Gefühle. Jede Zeile und jedes Wort dieses Buches kann mit Gold aufgewogen werden und entführt dich in eine fremde Welt. Der Ausdruck ist einfach nur fantastisch, ganz genau so, wie man es von Cornelia Funke gewöhnt ist.

Wer ist der Sprecher?

Als die deutsche Stimme von Colin Firth und weiteren großen Filmstars, ist Tom Vogt einer der bekanntesten Synchronsprecher überhaupt. Tom Vogt liefert so viel Variation und Tiefe, dass ich vollkommen in der Geschichte versank und erst aufschreckte, als es vorbei war.

Besonders aber hat mich beeindruckt, dass Cornelia Funke selbst auch liest. Mir wurde direkt klar, woher sie ihre Idee für die Tinten-Welt bekam. Wenn sie liest, wird eine Geschichte wirklich lebendig. Leider spricht sie nur kurze Passagen. Ich würde sehr gerne einmal ein ganzes Buch von ihr hören.

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